Freilichtmusik
Ausrückung, Berichte

Freilichtmusik

Ende September war es wieder einmal soweit: Wir nahmen erneut am Erlebnistag im Freilichtmuseum Stübing teil. Warum dies für uns so eine besondere Veranstaltung ist, erklären wir in diesem Blog!

Hurtig werden die Koffer, Notenständer und schweren Notenmappen-Kisten aufgeladen, dann tuckert der Traktor los und wir nehmen Aufstellung an. Während links, rechts und mitten durch noch Besucherinnen und Besucher auf das Freilichtmuseum-Gelände eilen, heißt es für uns: Rechts richt‘ euch – zu Beginn des Erlebnistages im Freilichtmuseum Stübing.

Traditionellerweise begleiten wir die prächtige Erntedankkrone, die von einem Zweispänner gezogen wird, zur später stattfindenden Messe. Einige Märsche später, vorbei an alten Gebäuden, Oldtimer-Traktoren und bereits aufgebauten Ständen mit traditioneller Handwerkskunst heißt es für uns vorerst: Abtreten!

Und so können wir bereits den anwesenden Handwerks-, Handarbeits- und Arbeitsvorführungen frönen. Doch Moment: Traditionellerweise naschen wir zuerst bei Häferlkaffee und Sonnenschein geschmacksvolle, frische Druschkrapfen mit Zucker und Marmelade. Ein Genuss!

Bevor es dann zum Frühschoppen geht, schnell ein paar Blicke: Korbflechten, Kraxenbinden, Spinnen und Drechseln sind wahrlich faszinierende Handwerkskünste. Wie auch das Aperschnalzen.

Mit einer bis zu vier Meter langen Hanfseil-Peitsche, genannt „Goaßl“, wird rhytmisch geschnalzt und geknallt was das Zeug hält. „Zum Kiah oder Pferd ruafn, auf da Ålm. Mei Våter håt’s åber a gmåcht, waun d‘Mutta wieder mål zu lang im Wåld beim Schwammerl suachn wår“, wie der Standbetreiber augenzwinkernd verrät.

Schließlich finden wir uns zwischen originalgetreuen Bauernhäusern wieder und öffnen die Frühschoppenmappe. Viele Polkas– darunter Klassiker wie die „Südböhmische Polka“ und die „Böhmische Liebe“ – und Märsche später setzen wir uns mit Schweinsbraten, Schnitzel und so manchem kühlen Getränk in die herrliche Herbstsonne.

Und nach der wohlverdienten Pause gibt’s noch genug Zeit: Fürs Töpfern und Sensen mähen, zum Fertigen von Wachsstöcken, zum Zinngießen und Schnitzen, für die Hirtenhundvorführung und fürs Aperschnalzen und, und, und…

 

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