1929 – 1950

1929 – 1939

Der erste Kapellmeister, Anton Adlasnig, beginnt musikbegeisterte Ortsbewohner um sich zu sammeln. Zwei mal in der Woche wird in der Wohnung des Kapellmeisters geprobt. So hält es zumindest der erste Schriftführer der Kapelle fest.

Die Wohnung Adlasnigs war bald zu klein, und so probte man nach vielen kurzweiligen Aufenthalten in diversen Gasthäusern – die Proben wirkten sich angeblich negativ auf den geschäftlichen Erfolg aus – im Haus Demel.

Für die Instrumente, die von der Firma Schrott in Graz auf Kredit geliefert wurden, übernahm Adlasnig mit seinem Vermögen die Haftung. Nur für die Tuben (Bässe) wurde die Freiwillige Feuerwehr Judendorf-Straßengel als Bürge gebeten. Das erste Schlagzeug stammt aus dem Ergebnis einer Spendensammlung.

Im Frühjahr 1930 wurde von der Bezirkshauptmannschaft die Vereinsgenehmigung erteilt und am 16. Juli des gleichen Jahres fand die erste Generalversammlung statt.

Durch politische Diskussionen wurde zu Beginn der 30er Jahre mehr gestritten als geprobt, doch abseits der Ein- und Austritte von Musikern wurde auch musiziert. So konnten die örtlichen Festlichkeiten (Kirche, Sommerfeste) umrahmt werden und es gab auch bereits die ersten vereinseigenen Konzerte. Im Tätigkeitsbericht des Jahres 1933 scheinen 60 Proben und 20 Ausrückungen auf.

In den folgenden Jahren kehrte Ruhe und Kontinuität in den Verein ein. Im Jahr 1936 wurden erstmals einheitliche Hüte und neue Marschbücher angeschafft. Doch der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges beendete vorerst diese gedeihliche Aufbauarbeit.

1939 – 1945

Die Chronik rund um die Kriegsjahre fehlt, wird aber noch ergänzt.

1945 – 1950

Nach dem Krieg war es wiederum Anton Adlasnig, der die heimgekehrten Musiker zusammensuchte, zu einer Kapelle vereinigte und die Lücken durch die Ausbildung junger Kräfte schloss.

Geprobt wurde im Parterre des Gemeindeamtes. Die Zusammenarbeit der älteren, erfahrenen Musiker und des jungen, schaffensfreudigen Nachwuchses wirkte sich sehr bereichernd für die Entwicklung der Kapelle aus. Damals wurde auch festgelegt, dass der jeweilige Bürgermeister Schutz- Schirmherr der Musik ist und im Falle einer Auflösung des Vereines die Gemeinde das Inventar in Verwahrung nimmt.

Im Jahre 1949 erfolgte die erste Ausstattung der Kapelle mit einheitlicher Kleidung. Sie bestand aus schwarzer Hose, amerikanischem Waffenrock und schwarzer Tellermütze.